Waren Menschen am Mond?

Der Schocker Blogger veranstaltet die Blog-Barade: „War die Monlandung echt oder Fake?“ an der ich mich mit diesem Beitrag beteilige. Am 26. April 1962 nahm der Mensch erstmals physisch „Kontakt“ mit dem Mond auf, die Sonde „Ranger 4“ war der erste amerikanische Flugkörper, der auf dem Mond aufschlug. Sieben Jahre später war es im Rahmen des berühmten Apollo-Programms soweit: Die ersten Menschen betraten den Mond. Es war der 20. Juli 1969 (21. Juli 1969, 3.56 Uhr MEZ), die Mission hieß Apollo 11.

Neil Armstrong und Edwin Aldrin betraten den Monde. In den folgenden drei Jahren fanden fünf weitere bemannte Mondlandungen des Apollo-Programms statt. Nicht „der Mensch“, aber einige Menschen waren am Mond. Ein einleitendes Argument der Verschwörungstheorien ist oft, dass die USA im „Kalten Krieg“ im „Wettlauf ins All“ dringend einen großen Erfolg brauchten, um Sputnik zu kontern. Da es aber nicht gelang wirklich auf dem Mond zu landen, wurde dies einfach gefälscht.

Dieses Argument besticht in vieler Hinsicht durch ein herausragendes Merkmal von Verschwörungstheorien. Es nimmt historische und wissenschaftliche Fakten und verwebt sie in ein valides Argument, dass vernünftig und richtig klingt, solange es in sich geschlossen bleibt. Ergänzt man aber weitere Informationen, wie etwa das es sehr unwahrscheinlich ist, dass die NASA eine Mondlandung mit so offensichtlichen „Fehlern“ fälscht (wenn man doch damit rechnen musste, dass das Material von der Sowjetunion bis ins kleinste Detail analysiert wurde, abgesehen davon, dass man damit rechnen muss, dass die Sowjetunion genau genug auf den Mond sehen kann oder zumindest können wird), bricht das Konstrukt zusammen.

Obwohl die USA starke Beweise dafür vorlegten, dass die Mondlandung tatsächlich stattgefunden hat, gibt es immer wieder Menschen die von einer „Mondlandungslüge“ sprechen, und damit sogar Geld verdienen. Und das obwohl die die Kritikpunkte der „Skeptiker“ eindeutig zu widerlegen sind, und auch schon öfter wurden, zB auch hier (Englisch) oder von den Mythbusters.

Warum dann die Zweifel? Nun, der Mond ist weit weg und die Reise dorthin schwer nachzuvollziehen. In einem gewissen Sinn, muss man dafür einfach den Wissenschaftern glauben. Dies mag rational zwar einsichtig sein, ist aber keine so „befriedigende“ und abschließende Lösung wie eine alles erklärende Verschwörungstheorie. Dieser „Heilsanspruch“ ist meiner Meinung nach die Stärke dieser Theorien, neben dem Status des „besonderen“ den man sich durch sie aneignet, da man „geheimes Wissen“ hat, dass der Masse verborgen ist. Außerdem ist man durch seine Anstrengungen als „Aufklärer“ moralisch gut und hat einen Sinn im Leben. Das kann starke Emotionen auslösen, die, gerade wenn man die Orientierungslosigkeit der Wissenschaft, die nun einmal kein „Welterklärungssystem“ ist (und sein will) bedenkt, durchaus zum „Off-Schalter“ der Vernunft führen können.

3 Antworten zu “Waren Menschen am Mond?”

  1. Hi
    Danke für die Teilname! Interessanter Beitrag auch von den Mythbusters. Gibts das Video irgendwo auch nochmal in deutsch?
    Gruß Schocker Blogger

  2. […] Feuerhaken: „Ergänzt man aber weitere Informationen, wie etwa das es sehr unwahrscheinlich ist, dass die NASA eine Mondlandung mit so offensichtlichen “Fehlern” fälscht […], bricht das Konstrukt zusammen.” […]

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