Glawischnig VS das grüne Parteiprogramm

Im Parteiprogramm der Grünen (Beschlossen beim 20. Bundeskongress der Grünen am 7. und 8. Juli 2001 in Linz) heißt es:

Daher fordern die Grünen eine Legalisierung von Cannabis, da das Gefährdungs-potenzial im Verhältnis zu den Auswirkungen des Verbots gering ist.

Die Bundessprecherin und Spitzenkandidatin der Grünen, Eva Glawischnig, sieht das anders:

Zur seit Jahren im Grünen Parteiprogramm verankerten Forderung nach Haschisch-Legalisierung habe sie persönlich eine andere Meinung.

Schon beim ORF-Sommergespräch 2012 stieß diese Positionierung von Glawischnig auf Kritik und wurde unter anderem vom Julian Schmid korregiert:

Eines möchte Julian Schmid dann noch festhalten: „Die Grünen sind trotzdem für die Legalisierung von Cannabis“, sagt er als Reaktion darauf, dass Glawischnig betont hatte, das sei kein Anliegen der Grünen mehr.

Schmid steht auf Platz 8 der Bundesliste für die Nationalratswahl 2013 und hat damit realistische Chancen auf ein Nationalratsmandat.

Mir stellt sich die Frage, was die Aufgabe einer Bundessprecherin bei den Grünen ist – das Parteiprogramm umzuschreiben? Basisdemokratisch beschlossene Positionen zu ignorieren? Oder ist die Spitzenkandidatin der Grünen mehr als eine Sprecherin, eine „Leaderin“ die Positionen alleine Kraft ihrer Spitzenposition setzen kann? Und was ist dann das Grüne Parteiprogramm wert?

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