Gio Hahn, Facebook, derstandard.at und ich

Nachdem ich gestern meinen Eintrag „Österreich braucht Studiengebühren“ veröffentlicht hatte, kam mir die Idee, eine Facebook-Gruppe mit dem Namen „Gio Hahn soll für seine 11 Jahre Studium Studiengebühren nachzahlen!“ zu gründen. Ich fand die Idee ganz witzig, wenngleich ich so gar nicht mit dem rechnete, was dann folgte.

Als ich heute kurz nach elf Uhr zum ersten Mal meine Mails abfragte, kam da auch eine von Marijana Miljkovic, von derstandard.at mit einer Anfrage wegen der Gruppe. Zwar hatte ich meine Mails zu spät für derstandard.at gelesen, der Artikel „Hahn soll Studiengebühren nachzahlen“ war schon online, aber ich war ohnehin zu erstaunt um schnell zu reagieren.

Als der Artikel geschrieben wurde, hatte die Gruppe 74 Mitglieder, was für rein interner Bewerbung auf Facebook („Teilen“) nach weniger als einem Tag kein schlechter Wert ist. Als ich den Artikel las, waren es schon 138. Jetzt (Montag, 12.10.09, 19:28 Uhr] sind es 545.

Auch Feuerhaken.org wurde in dem Artikel, der auch auf der Startseite (ganz unten bei Bildung) angezeigt wird, erwähnt und verlinkt, was einen deutliche Steigerung der BesucherInnenzahlen gegenüber normalen Tagen nach der Veröffentlichung eines Eintrags zur Folge hatte. Entgegen meiner ersten Annahme führte die Verlinkung aber bei weitem zu keinem neuen BesucherInnenrekord. Diesen hält nach wie vor der Tag der Nationalratswahl 2008 mit 1.200 BesucherInnen. Heute sind es bis jetzt knapp 500.

So schnell die Mitgliederanzahl der Gruppe stieg, so schnell waren auch die politischen EigenbewerberInnen vor Ort. Erst Hanno Wisiak vom KSV, der für den Artikel „Elitenbildung auf dem Vormarsch!„, später dann Sophie Wollner vom VSStÖ die ihr Blog verlinkte.

Warum genau es diese Gruppe auf derstandard.at geschafft hat, kann ich nicht sagen. Ich bezweifle dass es an der Originalität oder Genialität lag, eher wohl dass jemand eine Story suchte und eine billige fand. Was keine Beschwerde sein sollte. Immerhin gäbe es sonst überhaupt keinen Bericht über studentische Ablehnung von Selektionsminister Hahn.

2 Antworten zu “Gio Hahn, Facebook, derstandard.at und ich”

  1. marimare sagt:

    Ich hab grad nach dem Titel der Diss gesucht. Ohja. Das Thema ist ein J-/ Hammer …

  2. ist es ein wunder? die öh ist seit schüssel und seinen schwarz-blauen konsorten handlungsunfähig weil demontiert … oder hat man seit der öh-wahlrechtsänderung von denen jemals etwas wirklich kritisches gehört?!

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