Genozid-Vorbeuge-Volksbegehren

Am kommenden Mittwoch, 18. Februar 2009, wird Heinz Kraschl von der Aktion „AGB – Anti Genozid Bewegung“ im Rahmen des 12. Christentreffen in Salzburg über das Thema „Genozid-Vorbeuge-Volksbegehren gegen die systematische Überwachung von Menschen durch implantierte RFID-Chips.“ referieren (siehe hier). „RFID“ steht für „Radio Frequency Identification“ und „ermöglicht die automatischen Identifizierung und Lokalisierung von Gegenständen und Lebewesen“.

Jetzt gerade ist noch die Zeit da, wo viele Menschen dem kommenden Chipsystem skeptisch gegenüberstehen oder zumindest Verständnis haben, wenn wir entschieden dagegen aufstehen. In kürzester Zeit wird dieser Zwischenraum aber nicht mehr vorhanden sein. Dann verhält es sich wie bei der Homosexualität, der Pädophilie usw.: Wenn man nicht rechtzeitig radikal dagegen aufsteht, die Dinge im Keim erstickt oder seine feste Stellung bezieht, dann gewöhnt sich der Mensch an die neuen abartigen Wege.
„AGB“, Auszug aus dem Text „Vorsätzlicher Genozid“

Wer bis jetzt dachte, die Partei „Die Christen“ versammle nur streng gläubige Konservative oder Reaktionäre, der wird nun, hoffe ich, im Folgenden klarer sehen. Die Partei versammelt vorsichtig gesagt problematische Ansichten.

Zwar sind warnende Stimmen, Zweifel und Ängste ob des „Überwachungspotentials“ in Zeiten ständig stärkerer Überwachung wohl nicht unvernünftig und dürften Sinn machen. Die Idee, dass das „worst case Scenario“ der totalen Überwachung, mit Vernichtung aller, die sich nicht überwachen lassen wollen, bereits fix beschlossen ist (von wem eigentlich?) und es sich dabei zusätzlich um eine Art Verschwörung zur Massenvernichtung von Christen handelt, ist und tut dies nicht.

Die „Antigenozidbewegung“ ist neben Österreich auch in Deutschland und der Schweiz aktiv, wo sie, aus dem „Dunstkreis“ von Ivo Saseks „Organischer Christus Generation“ herkommen soll. In Österreich versucht man nun, ein Volksbegehren zustande zu bringen, in dem sie den Gesetzgeber auffordern wollen, „in einem Bundesverfassungsgesetz zu verbieten, jemals einen RFID- Chip oder RFID-Tinte an oder unter der Haut von Menschen anzubringen.“ Unterstützt wird die „AGB“ dabei von den „Christen“ und der Plattform „Pro Leben“ (wobei es überraschenderweise nicht gegen Abtreibung sondern gegen „Grüne Gentechnik“ geht).
Wir haben es hier mit fundamentalistischen Christen zu tun die an eine Weltverschwörung glauben. Mitten unter uns. Einer dieser traurig-lustigen „Ich weiß nicht ob ich lachen oder weinen soll“-Momente. Ich lache erstmal.

Eine Antwort zu “Genozid-Vorbeuge-Volksbegehren”

  1. Glücklicherweise Irre ohne Akzeptanz. Nach sowas wie "Achtungserfolgen" bei der NRW und in Tirol haben sies weder in Salzburg noch in Kärnten zur Kandidatur gebracht. Da dürften einige Freikirchler drunter sein, bei mir daheim in OÖ hatten die mehr Stimmen (ich glaube um die 2,5% herum) als das LIF…

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