Eine kleine Blog-Geschichte

Mein Blog ist ein Jahr alt. Deshalb verlose ich Bücher von Robert Misik und Anton Pelinka. Näheres hier. Heute vor einem Jahr schrieb ich meinen ersten „echten“ Blogeintrag. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich kaum eine Ahnung davon, was ein „Blog“ ist (das es soetwas überhaupt gibt hatte ich davor von meinem Freund Christian, der den inzwischen leider stillgelegten Blog helve betrieb, erfahren). Von „Web 2.0“ keine Rede. Damals hieß das Blog noch „linkskritik“ und war als eine Art „SPÖ-Watchblog“ konzipiert. Dem waren einige, nicht ernstzunehmende, Blogversuche bei Twoday vorangegangen. Letztlich erschien mir WordPress.com aber sympathischer und vor allem mächtiger, was die Anpassungsmöglichkeiten angeht.

Schon bald löste ich mich von der Fixierung auf die SPÖ und damit wurde auch der Name immer unpassender. Während ich also so vor mich hin überlegte, wie mein Blog den heißen könnte, kamen die ersten Besucher und die ersten Kommentare wurden geschrieben. Eines abends, ich war sehr auf die Gedankenkette dynamisch-die Farbe Rote-Feuer fixiert, erinnerte ich mich an die Anekdote, dass Karl Popper einst im Laufe einer Diskussion von Ludwig Wittgenstein mit einem Schürhaken bedroht worden sei, oder anders gesagt, mit einem Feuerhaken. Diese Geschichte, wie auch die Deutungsmöglichkeiten (Feuer, heiß, „heißes Eisen“, nachhaken) machten mir das Wort sympathisch. Da es noch kein Blog dieses Namens gab (wenig überraschend) zog ich, am 1. Mai 2008, WordPress.com-intern, um.

Während ich langsam zu verstehen begann, was „Web „2.0“, „Tweet“, „Plugin“, „Sitemap“, „SEO“, „Backlinks“, „PageRank“, uä bedeutet, entdeckte ich mehr und mehr ähnliche (eben politische) Blogs und Blogger, verlinkte auf diese, und es wurde auf „Feuerhaken“ verlinkt (die ersten waren meines Wissens nach Tom Schaffer auf zurpolitik.com und Georg Pichler auf rigardi.org). Und je mehr dieser Blogs ich sah, umso unzufrieder war ich mit meiner wordpress.com-Domain und meinen geringen Gestaltungsmöglichkeiten, weshalb ich feuerhaken.org (die Endung weil sie billiger war als .at und besser klingt) registrierte und mir ein Hostingpaket für Anfänger kaufte.

Nach einigen Schwierigkeiten hatte ich dann endlich alles installiert, und so bin ich am 31. Mai 2008 hier angekommen. Inzwischen hatte Christian mich wieder ein Stück weiter ins Web geführt, indem er mir Twitter vorgestellt hatte, etwas dass ich zu diesem Zeitpunkt zwar nicht begriff, aber sofort ausprobierte. Und es dauerte gar nicht lange, die erlebte ich das „learning by doing“ funktioniert. Mit der Zeit sammelten sich Leser und Blogs (auf die ich verweise, und die auf mich verweisen). Ich lernte mehr und mehr die WordPress-Community kennen, fand neue Layouts und Plugins (und experimentiere nach wie vor gerne und andauernd damit herum). Jetzt ist das Blog genau ein Jahr alt und sieht finde ich, gar nicht so schlecht aus, auch wenn ich damit eigentlich recht unzufrieden bin.

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