Ehrfurcht vor der wundertätigen Wirtschaftskrise

Wir leben unzweifelhaft in schwierigen Zeiten. Monat für Monat explodiert die Arbeitslosigkeit, eben wurde bekannt dass sie um 29,7% gestiegen ist! (Ok, nur im Vergleich zum Vorjahr das eine sehr niedrige Arbeitslosenrate hatte und noch keinerlei Auswirkungen der Finanzkrise, nicht im Vergleich zum Vormonat April, da ist sie, wie schon im Vergleich April zu März leicht gesunken, aber das ist egal, beschwören wir die hohe Prozentzahl zu Ehren der wundertätigen Wirtschaftskrise!)

Aber selbst wenn noch einige Leute ihren Arbeitsplatz behalten sollten (so es überhaupt noch Firmen gibt die Menschen anstellen können, den sicherlich explodiert auch die Insolvenzrate von Monat zu Monat), wird ihnen das nichts nützen, den uns stehen Inflation und Deflation gleichzeitig bevor.

Wer naiverweise immer noch glaubt dass 2010 nicht das Jahr sein wird, in dem die Welt untergehen wird, kann mit zahlreichen weiteren Manifestationen der wundertätigen Wirtschaftskrise zur reinen Lehre der nackten Panik und des irrationalen einfach mal laut Schreiens bekehrt werden.
Zum Beispiel, dass die öffentliche Hand zuviel tut. Und selbstverständlich auch zuwenig. Die Wirtschaftskrise schlägt immer brutaler zu (ok, die Zahlen gab es im Jänner auch schon, aber jetzt sollten wir MEHR ANGST vor ihnen haben). Der Mob auf der Straße wird unserer Gesellschaft in ihren letzten Zügen dann den Rest geben (wo sind eigentlich die Kommunisten, die müssten doch jetzt die Weltrevolution kommen sehen?).

Ich sage: FÜRCHTET EUCH! Denn es steht geschrieben, dass sich ein Volk wider das andere empören wird und ein Königreich wider das andere, und es werden Erdbeben geschehen hin und wieder, und es wird teure Zeit und Schrecken sein. Das ist der Not Anfang.

Aber zu der Zeit, nach dieser Trübsal, werden Sonne und Mond ihren Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden sich bewegen. Und dann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in den Wolken mit großer Kraft und Herrlichkeit. Und dann wird er seine Engel senden und wird versammeln seine Auserwählten von den vier Winden, von dem Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus. Ehre sei dir oh Herr.

Eine Antwort zu “Ehrfurcht vor der wundertätigen Wirtschaftskrise”

  1. Genau. Und deshalb: Verkaufts mei Gwand, i foar in Himmö.

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