E-Voting: Und jetzt, Gio?

In Finnland hat der Oberste Verwaltungsgerichtshof eine Wahl bei der E-Voting getestet wurde, ua wegen des Versagens des Systems aufgehoben. In den drei Orten war bei Regionalwahlen im Oktober 2008 E-Voting getestet worden. Zentrale Komponenten kamen dabei von der spanischen Firma Scytl, die nicht zum ersten Mal mit Problemen auffällt, aber vorallem, technisch auch bei der elektronischen Abwicklung der ÖH-Wahl 09 federführend beteiligt ist (Im Unterschied zu Finnland, wo Wahlcomputer benutzt wurden, wird bei der ÖH-Wahl mit Bürgerkarten-Authentifizierung über das Internet gewählt werden). Das berichtet ThePurple Pantywaist’s unter Berufung auf die futurezone.

Bundesminister Gio „E-Voting ist unfehlbar“ Hahn wird wohl mit Berufung auf die Unterschiede, das bessere österreichische E-Voting-Gesetz, den Erfahrungswerten, dem üblichen BlaBlaBla uä weiter bei seiner „E-Voting ist toll“-Position bleiben. Obwohl die technischen Schwierigkeiten noch nicht einmal den Kern des Problems treffen, der unverändert bliebe, wenn eine technisch einwandfreie Abwicklung möglich wäre. Obwohl es keine Notwendigkeit gibt, E-Vonting einzuführen. Obwohl außerhalb der ÖVP kaum jemand pro E-Voting eingestellt ist. Elektronische Stimmabgabe fügt dem zentralen demokratischen Vorgang, Wahlen, ohne Not Fehlerquellen und Manipulationsmöglichkeiten hinzu. Warum?

2 Antworten zu “E-Voting: Und jetzt, Gio?”

  1. Eigentlich ist es egal, ob die Maschinen perfekt funktionieren oder nicht. Das Problem beim eVoting ist vielmehr, dass Manipulationssicherheit und Wahlgeheimnis einander ausschließen. Und wenn das Wahlgeheimnis auch nur einen klitzekleinen Kratzer abbekommt, wird man wieder mit Einschüchterungen und Drohungen Wahlen gewinnen können…

  2. Thomas sagt:

    Eben! Es gibt überhaupt keinen Grund, solche Risken einzugehen, oder?

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