Blogparade: Internetwahlkampf

Meine Blogparade zum Thema Internetwahlkampf ist beendet. Ich möchte mich bei allen Teilnehmer bedanken. Nachfolgend das enttäuschende eher bescheidene Ergebnis der Blogparade:
Requiem Katharsis glaubt dass die Politik Web 2.0-Elemente dazu nutz, um User zu ausführlichen Informationen auf den „alten“ Parteiseiten zu leiten. Eine „Politik 2.0“ wird nicht erwartet, in dem Sinne, dass sich die Politik nicht ändern wird. Dazu gibt es kräftige Kritik an Überwachungsminister Schäuble.

Entertainment-Life.de sieht die Idee eines „Internetwahlkampfes“ durch den Erfolg von Barack Obama in unseren Gefielden gestärkt. Der Spitzenkandidat der SPD bei den (recht erfolglos) geschlagenen Landtagswahlen im deutschen Bundesland Hesse, Schäfer Gümbel, wird als Vorreiter dieser Bewegung angeführt. Zwar sei es gut, dass die Politik dort hin geht, wo die Menschen sind (also auch ins Internet), aber es bestehe die Gefahr, dass „seriöse Politik“ gänzlich aus den Augen verloren wird, und man nur mehr über die Lieblingsfilme eines Politikers, und nicht über seine Inhalte und Ideen informiert wird.
Dominik schreibt auf Polilog ebenfalls über Obama als Maßstab. Außerdem erzählt er von seinen Erfahrungen als politischer Blogger, u.a. bei NEUWAL. Dies führt ihn auch dazu, die Situation nach den letzten österreichischen Nationalratswahlen zu analysieren, die so aussah, das gerade die beiden Parteien die kaum (eigentlich keinen, jedenfalls im Sinne von Web 2.0) Internetwahlkampf betrieben haben, letztlich die einzigen Wahlsieger waren. Dominik schließt optimistisch und glaubt dass die Parteien in den nächsten Jahren verstehen werden, wie wichtig das Internet ist.

Der Beitrag von leere-signifikanten.net fordert „Nazis raus aus dem Web 2.0“ (nach der Kampagne „Nazis raus aus dem Internet„). Er geht der Frage nach, wie man damit umgehen soll, das dass Internet zur Verbreitung von Hass, Rassimus und allgemein rechtsradikaler und rechtsextremer Propaganda genutzt werden kann. Dabei werden Löschungen nicht als Allheilmittel angesehen, immerhin ist das Netz keine Insel (mehr), sondern Teil (und Spiegel) der Gesellschaft. Ob man gegen eine (teilweise) Instrumentalisierung durch Nazis ankämpfen kann, bleibt fraglich.

Mein eigener Beitrag zum Thema findet sich hier

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