Blog-Parade: Internetwahlkampf

Da ich kein großer Medientheoretiker bin, und Webexperte schon gar nicht, mich das titelgebende Thema aber sehr interessiert, hab ich mir gedacht, was gäbe es es besseres, als dies den Bloggern quasi hinzuschmeißen, und zu schauen, was zurückkommt?
Ganz so ist es selbstverständlich nicht, ich werde auch selbst meine Gedanken zu dem Thema, die ich mir ja wohl mache, in einen Eintrag fassen. Aber zur Blog-Parade:

Inhaltlich:
Längste Zeit galt das Internet als „Wahlkampffeld der Zukunft“, als zusätzlicher Kanal, denn es „dann“ auszunetzen gelte, den man vorläufig aber nur beobachte. Auch hier brachte Barack Obama „Change“, ohne große Ankündigung das Wahlkämpfen revolutionieren zu wollen, taten es die seinen einfach. Und das sehr erfolgreich. Jene, die dies kommen sahen, und schon länger forderten, die aktuellen Politiker, Politikbeobachter, Politikwissenschaftler, etc. müssten sich endlich mit dem, was man auch „Web 2.0“ nennt, auseinandersetzen, fanden sich plötzlich von einer Mehrheit umgeben, gegen die sie kurz davor noch anrannten. Die österreichischen wie die deutschen Sozialdemokraten kündigen für kommenden Wahlen einen „Internetwahlkampf“ an. Doch was ist das? Bedeutet es bloß, dass die Parteien zu Wahlkampfzeiten verstärkt im Internet präsent sind (so wie auf der Straße), zB soup.io ua verwenden? Bedeutet es, dass sie Kanäle wie Facebook und Twitter benutzen? Ist ein „Wahlkampf 2.0“ überhaupt denkbar, wenn daraus keine dauerhafte „Politik 2.0“ wird, sondern sich diese danach wieder zurückzieht? Wie sollte ein erfolgreicher „Internetwahlkampf“ gestaltet sein?

Organisatorisch:
Die Blogparade endet am 31. Jänner (Januar) 2009. Danach werde ich alle Beiträge von denen ich (via Ping, Kommentar, Mail) in Kenntnis gesetz wurde, zusammenfassen. Je nach Teilnehmerzahl und Differenz in den Positionen wird es auch ein Schlussauswertung geben.
Ich lade alle herzlich ein sich zu beteiligen, nein, ich bitte euch, macht mit. Denkt daran, je mehr Teilnehmer, umso mehr Arbeit habe ich. Und wer möchte nicht dass ein Stundet auch mal was arbeitet?

3 Antworten zu “Blog-Parade: Internetwahlkampf”

  1. Joerg sagt:

    Ich bin bei diesem Thema etwas hin un her gerissen. Zum einen nervt es mich etwas, dass nun, nach dem erfolgreichen Obama-Wahlkampf den deutschen Politikern auffällt, dass man ja bisher das Internet als hervoragende Walhkampfplattform völlig ignoriert hat und zum anderen finde ich gut, dass endlich in dieser Richtung was passiert.
    Das Politikdesinteresse der meisten Jugendlichen liegt auch darin begründet, dass die Politiker eine völlig andere Sprache sprechen, sich in völlig anderen Bereichen bewegen. Obama wusste das sehr gut zu nutzen und hat auch deshalb eine sehr hohe ZUspruchsrate bei der Jugend in seinem Land bekommen.
    Ein weiteres Problem ist wohl, dass dieser amerikanische „Internet-Wahlkampf“ über mehrere Jahre hin vorgeplant war und mit Millionenbeträgen finanziert wurde. Diese Vorbereitungszeit haben wir in Deutschland nicht mehr, in etwas mehr als einem halben Jahr sind Bundestagswahlen, vorher schon Landtagswahlen, die Zeit da etwas wirklich gutes auf die Beine zu stellen ist meiner Meinung nach viel zu kurz bemessen.
    Trotzdem hoffe ich weiter auf aktive arbeit der Politiker mit dem Internet. Das ist gelebte Demokratie, durch Facebook und Twitter bekommt vielleicht der ein oder andere Politiker auch mal wieder des Volkes Stimme zu hören und nicht immerzu nur die Stimme der Lobbyisten.
    Eine Befürchutung habe ich noch, dass nach der Wahl auf einmal viele Politiker-Facebook-Accounts und Twitter-Accounts verwaisen, weil sie dann ihr Anliegen erfüllt haben oder auch nicht. Das ist ein Fehler, aber ich bin mir recht sicher, dass es so sein wird…

  2. […] ruft auf seinem Blog Feuerhaken zu einer Blogparade zum Thema “Internetwahlkampf” auf, und ich lasse es mir natürlich […]

  3. […] neuen Blogs etwas überlegt. Und beginnt auch sogleich eine Blogparade. Wie auch schon jene von Thomas, welche ich hier beantwortete,  befasst sie sich im Groben mit dem Thema Web 2.0 und im […]

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