SPÖ-Chef Hans Dichand?
Nachdem Werner Fayman zum designierten Parteiobmann der SPÖ auserkoren wurde, kamen Befürchtungen auf, dass die SPÖ ihre Positionen endgültig nach den Leitmedien, vor allem der “Krone”, bezieht. Nun ist folgendes passiert:
Totale Wende: SPÖ fordert Volksabstimmung für neuen EU-Vertrag
Weiters bringt derstandard.at einen Brief von Werner Fayman, mit dem dieser erneut die Tiefen des Dichand’schen Darms ausleuchtet: Sehr geehrter Herausgeber
Jeder Funken Sympathie der in mir noch für die SPÖ vorhanden war, ist erloschen. Ich befürchte, dass die meisten Gusi-Gegner in der SPÖ sich den rotweintrinkenden Ideologen noch zurückwünschen werden, wenn die rückgrat- und eigenschaftslose Grinsekatze Faymann erst ihre Spuren in der Partei hinterlassen hat…
Cheibani Wague (*20. Dezember 1969 in Kaedi, Mauretanien, †15. Juli 2003 in Wien, Österreich)
Herbert Prohaska Outtake
Juni 20, 2008 by Thomas
Gehört zu Andersartig
Mit bestem Dank an Christopher
Blogroll +4
Unter anderem mit diesem Beitrag zum Nein der Iren zum Vertrag von Lissabon, hat das European Union Law Blog meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Da ich inhaltlich ähnlicher Ansicht bin, und die dahinter stehende Philosophie gut finde, möchte ich dieses interessante Blog den Teilen mein kleinen Leserschaft vorstellen, die es vielleicht noch nicht gekannt haben.
Etwas das bei Helge’s Blog wohl kaum nötig sein wird, war es doch erst unlängst zB prominent auf orf.at vertreten (da von dort die Gerüchte über ein Google Datencenter in Österreich ausgingen). Auch seinem Standpunkt zum “Binnen-I” kann ich mich nur anschließen.
Endlich Ersatz für das eingestellte Österreich-Blog (gemeint ist die Boulevard-Zeitung) habe ich in medienschelte gefunden. Dort wird nicht nur Österreich beobachtet, sondern, wie auch im bereits von mir verlinkten KroneBlog, die Kronen Zeitung.
Last, but not least sapere aude. Das Blog beschäftigt sich mit Atheisten, sogenannten “Protheisten” bzw. den Konflikten zwischen diesen Gruppen. Das geschieht auch mal mit einem interessanten Gottesbeweis. Außerdem verdanke ich dem Blog die Kenntis des unsichtbaren rosafarbenen Einhorns.
“An den Fronten stehen die Reporter ohne Grenzen”
Unter dem Titel “Beijing 2008” (Peking 2008) führen Reporter ohne Grenzen eine Kampagne die die öffentliche Aufmerksamkeit auf die teils massiven Einschränkungen der Pressefreiheit in China lenken soll. T-Shirts zur Kampagne gibt es hier.
Die Angst des Kanzlers vor dem Fernsehen…
Eigentlich denkt man doch, Politiker streben danach, dass im Fernsehen über sie berichtet wird, oder besser noch, dass sie selbst zu Wort kommen. Bei Alfred Gusenbauer ist dass anscheinend nicht der Fall, wie der ZiB 2 Blog berichtet:
Seit Monaten bekommen wir vom Kanzler Absagen bei Interviewanfragen. Das letzte Mal hat er sich einer Livebefragung in der ZIB 2 Anfang Jänner nach der SPÖ-Präsidiumsklausur gestellt. Seither ausschließlich Absagen, mehr als ein Dutzend, immer wegen “Terminproblemen”.
Böse Zungen könnten behaupten, die SPÖ-Strategen meinen, es sei immer noch besser, wenn Vizekanzler Molterer (der nun statt Gusenbauer in die ZiB 2 kommen wird) und die ÖVP Aufmerksameit bekommen und ihre Sicht der Dinge darlegen können, als wenn man Gusenbauer reden lässt.
Scheint aber nicht so zu sein. Da auch alle anderen eingeladenen SPÖ-Vertreter abgesagt haben, dürfte es in der Partei wohl ordentlich brodeln, und man ist zumindest klug genug, einen (großteils haltenden) Maulkorb zu verhängen…
Natascha Kampusch trifft
Juni 1, 2008 by Thomas
Gehört zu Andersartig
Eben begann die Ausstrahlung von “Natascha Kampusch trifft” auf Puls 4.
In “Natascha Kampusch trifft” führt Natascha Kampusch mit außergewöhnlichen Persönlichkeiten Gespräche. Mit ihren Gästen wird sie kein “traditionelles” Interview mit den üblichen, oft gehörten Fragen führen, sondern vielmehr ein sehr offenes Gespräch, in dem auch bislang unbekannte Seiten der Gesprächspartner Platz finden werden.
So der Sender. Das heute ausgestrahlte Gespräch wird mit Niki Lauda geführt, und dies alles andere als live:
Achtzig Minuten Gespräch wurden aufgenommen, vierzig davon werden gesendet.
berichtet derstandard.at in einer sehr positiv gehaltenen Rezension der Journalisten vorab gezeigten Sendung.
Da ich keinen Fernseher habe, kann ich nicht über die Qualität oder den Inhalt von “Natascha Kampusch trifft” berichten, aber ich denke dass die “Kampuschnarrische” Medienlandschaft ohnehin kein Element der Sendung unkommentiert lassen wird.
Harald Schmidt hat die “nötige Portion Feigheit”
Mai 17, 2008 by Thomas
Gehört zu Andersartig
Letztens stieß ich zufällig auf ein schon etwas älteres Interview mit Harald Schmidt, in der taz, in dem er unter anderem sehr schön darstellt, wieso ich niemanden kenne, dem die Harald Schmidt Show gefällt. Ein kleiner Auszug:
Können Sie uns einen schönen Islamwitz erzählen?
Nein. Davon lasse ich die Finger. Das ist mir zu heikel.Auch wenn Sie selbst keine solchen Witze machen - würden Sie wenigstens sagen, dass man solche Witze machen dürfen muss?
Aus dieser Diskussion halte ich mich vollkommen raus, weil ich mir nicht ein Problem auf den Tisch ziehen möchte, das ich zum Glück nicht habe.
Als Rudi Carrell 1987 in seiner “Tagesshow” Chomeini in Dessous grabbeln ließ - Herr Schmidt, war das nicht ein großartiger Gag?
Aber Carrell hat damals einen gefährlichen Ärger bekommen. Und mittlerweile ist das nicht mehr zu steuern. In einer kleinen dänischen Zeitung erscheint die Karikatur und in Indonesien wird die dänische Botschaft gestürmt. Bei Carrell war es noch Ajatollah gegen Carrell. Zwanzig Jahre später leben wir in einer anderen medialen Landschaft.
Sie haben einen gefährlichen Beruf.Nein. Man muss nur ein bisschen wachsam sein. Sie brauchen die nötige Portion Feigheit. Machen Sie doch lieber Witze über Bush, das ist ungefährlich. Insofern hat die westliche Zivilisation doch einige ganz großartige Errungenschaften hervorgebracht.
Verbietet “Willkommen Österreich”!
Mai 15, 2008 by Thomas
Gehört zu Andersartig
Das fordere nicht ich, ich hätte nur gerne bissigere Interviews in “Willkommen Österreich”, da wirken Stermann und Grissemann auf mich ungeheuer devot. Nein, die Forderung kommt, man kann es wohl erraten, von der FPÖ. Genau genommen verlangen sie kein Verbot, sondern nur die Absetzung, was bei einem TV-Format aber ziemlich dasselbe ist. Die Forderung wurde zwar schon vor ein paar Tagen erhoben, aber so oft lese ich nicht auf deren Homepage…
Stein des Anstoßes war, dass Stermann und Grissemann Witze machten, die sich auf den unsäglichen “Fall Amstetten” bezogen. In der Hoffnung auf lustige Tabubrüche habe ich mir die Folge dann online angesehen (das geht ganz legal auf der Homepage von WÖ), und folgendes gefunden:
Die Ankündigung der Moderatoren durch die Band Russkaja: “Es gibt Menschen die waren gezwungen in Kellern zu leben, und andere, die hätten gar nicht rauskommen sollen. Ja, und das ist Dirk Stermann und Christoph Grissemann!”
Christoph Grissemann mit Bezug auf Muttertag: “Es gibt einen Ort in Niederösterreich, da gibt es einen wunderschönen Brauch. Da bringt der Opa der Mutter seiner Enkel das Frühstück sogar in den Keller.”
Davon ausgehend fragt Grissemann ob man über “sowas” Witze machen dürfe, und meint, man “müsse” es sogar. Weiters sagt er dann: “Wir haben viel gelernt im Zuge dieser Katastrophe. Zum einen - Österreich ist doch nicht so dünn besiedelt. Und zweitens - die Geburtenrate ist doch nicht so stark rückläufig, wie die Experten prognostiziert haben.”
Da hakt Dirk Stermann ein: “Die Experten haben ja gesagt, dass wenn alle Österreicher mal aus dem Keller kommen würden, man sehen würde, dass Österreich das zweibevölkerungsreichste Land der Welt ist, direkt nach China, noch vor Indien.”
Weitere nicht wirklich lustige Witze (zB Kelly-Family als Keller-Family”) können auf der Homepage nachgesehen werden, es handelt sich um das erste Video der Folge 40.
Wenn, dann wären schlechte Witze und unverständliche Zahmheit der Moderatoren ein Grund “Willkommen Österreich” abzusetzen, aber das? Ne…
Zu Henryk Modest Broder
Henryk Broder, Aufhetzer Blogger, Symbolfigur der neuen Rechten Journalist, grantiger alter Mann “Provokateur” und paranoider Berufsjude der hinteren jedem Busch zwei antisemitische Verschwörungen sieht Mitglied des Netzwerk “Die Achse des Guten” ist eine Figur, an der sich die Geister scheiden. Manche sehen in ihm einen mutigen Intellektuellen, andere einen lustigen oder interessanten Polemiker und wieder andere ein xenophobes selbstgerechtes A*loch. Eine übersteigerte Liebe zu Israel, sowie eine gestörte Beziehung zum Islam (wo ein Zusammenhang nahe liegt, aber ich bin kein Fernpsychiater) wird man ihm aber relativ leicht nachweisen können, meine ich. Jedenfalls habe ich zwei interessante Artikel gefunden, die doch (sehr) kritisch eingestellt sind, und auch meine Meinung gut wiedergeben:
Jüdische Zeitung: “Broder hat eine bedauerliche Wandlung vom großmäuligen Stilisten zum ressentimentgesteuerten Ätzer durchgemacht.” (via)






