
Aus: Das freie Wort, “Kronen Zeitung” vom 15. August 2009 / Nr. 17.706
Hans Dichand hat ihn also wieder lieb, seinen leider-doch-nicht-Sohn Werner “20 Seiten Werbebeilage” Faymann.
Hans Dichand ist einer der erfolgreichsten Österreichen. Im Alter von 14 Jahren begann der Grazer, aus ärmlichen Verhältnissen kommend, seine einzigartige Karriere in einer Eggenberger (Graz) Druckerei. Im 2. Weltkrieg diente er seinem Land bei der Kriegsmarine, bis zu deren Untertang 1941 auf dem Transportschiff “Leverkusen”. Den Untergang überlebte Dichand knapp und schwer verletzt. Nach Kriegsende wurde Dichand Redakteur beim Britischen Nachrichtendienst (die Steiermark war britisch besetzt1). Er stenographierte Teste von Radio BBC und bereitete sie für den Druck in der “Neuen Steirischen Zeitung” auf. Schon damals veröffentlichte er unter dem Pseudonym Cato zeitkritische Kommentare.
1949 kam Hans Dichand zur “Kleinen Zeitung” und wurde ob seines außerordentlichen Talents bald deren Chefredakteur. 1954 verließ er schließlich die Provinz und wurde Chefredakteur des “Neuen Kuriers” (der heutige “Kurier”). Doch schon bald fand er seine wahre Berufung. Unterstützt von Franz Olah gründete er 1959 die “Kronen Zeitung”. Mit seinen überragenden journalistischen Fähigkeiten und seinem unglaublichen Gespür für die Menschen machte Dichand die aus dem Nichts gegründete Zeitung zur größten in Österreich und zu einer der erfolgreichsten Zeitungen weltweit.
Heute ist Hans Dichand 88 Jahre alt und könnte sich längst zur Ruhe setzten. Doch nach einem arbeitsreichen Leben im Dienste Österreichs (um nur ein Beispiel zu nennen – er rettete die Hainburger Au) ist er noch immer bereit, das Seine zum Wohlergehen des Landes beizutragen. In einem Alter in dem andere seit 30 Jahren auf der faulen Haut liegen und sich ein schönes Leben vom Staat finanzieren lassen, ist er nach wie vor aktiv.
Doch trotz seiner beeindruckenden Karriere und seiner gewaltigen Leistungen für Österreich, von denen er keine einzige an die große Glocke hängt, lebt der bescheide Mann fast vollständig ohne Dank und Anerkennung durch das offizielle Österreich.
Stattdessen muss er sich, vor allem von Linksradikalen, Beschimpfungen und Beleidigungen gefallen lassen, ohne das jemand etwas dagegen unternimmt. In seiner Demut bestreitet Dichand aber auch nicht den zivilrechtlichen Weg, der sicherlich zu vielen Verurteilungen der linksradikalen Hetzer führen würde. Still trägt er sein Kreuz vor sich, wenn vom “Greis” gesprochen wird, oder behauptet wird das er, der scharfe Analytiker der klarer Denken kann als alle Grünen zusammen, “senil” sei.
Früher, vor dem kulturellen Verfall, da respektierte man ältere Menschen ob ihrer Lebenserfahrungen und Leistungen. Man war dankbar, wenn sie etwas von ihrer Weisheit teilten. Und wieviel Weisheit muss Hans Dichand zu teilen haben, bei seinen vielen vielen, oft auch schmerzhaften Erfahrungen, bei seinen zahlreichen großen Leistungen? Er, der demütige Beobachter im Vorhof der Macht, der die Politik besser versteht als jeder lebende Politiker, ist sicherlich der weiseste Mensch Österreichs. Und alle könnten an seiner Weisheit teilhaben. Uneitel teilt er sie mit den Lesern seiner “Krone”.
Doch das ist nicht genug! Was ich hier fordere, und ich bin mir sicher, ich bin damit nicht allein, geht weit über ein paar Orden, Ehrenringe, Urkunden uä hinaus:
In einer Zeit des allgemeinen und andauernden Verfalls der Moral, in der Linksextreme aus ihren Löchern kriechen und Asylmissbrauch die Sicherheit eines ganzen Landes zerstört, in der eine Diktatur von Beamten und Bonzen im fernen Brüssel absurde Regeln aufstellt und Österreich zu zerstören droht, in dieser schweren schweren Zeit bräuchte es einen Mann wie Dichand an der Spitze des Staates. Nicht als machtloser Bundespräsident oder als durch lästige Beschränkungen und ein von Linken dominiertes Parlament eingeschränkter Bundeskanzler. Doch sicherlich auch nicht als Diktator, den Dichand ist einer der weniger Widerstandskämpfer gegen die größte Dikatur unserer Zeit – die EU.
Nein, Hans Dichand sollte vielmehr ein geistiger, spiritueller Führer des Landes sein. Uneingeschränkt und gegebenenfalls in der Lage, die Politiker die seinem weisen Rat nicht folgen, zu bestrafen. So wie es in Ansätzen bereits jetzt der Fall ist, da er als angesehenster und erfolgreichster Journalist Österreichs von vielen gehört wird. Doch dies muss verstärkt und institutionalisiert werden, damit nicht gierige Kapitalisten wie die WAZ dem Wohl des Landes schaden können.
Eine Position also, wie sie etwa der verstorbene Ruhollah Chomeini im Iran inne hatte. Die höchste Autoriät dem, der sie verdient. Hans Dichand soll Großayatollah von Österreich werden! (Die entsprechende Facebook-Gruppe gibt es hier).
- Bis auf jenes Gebiet in dem Arnold Schwarzenegger sowjetische Panzer sah ↩
Hans Dichand lässt einen fahren, und Österreichs Medien erzittern in Ehrfurcht. Hofberichterstattungsartig wird Dichands ach so großer Einfluss auf die Politik beschworen, wenn auch meist nur, um zu erklären dass dieser, ohne die mediale Beschwörung so nicht gegebenen Einfluss, nicht gut ist. Dichands Einfluss auf Politiker basiert nämlich wesentlich darauf, dass er von der Medienlanschaft gebetsmühlenartig wiederholt wird, damit nur ja alle daran glauben. Aber das ist ein anderes Thema. Dichand habe Werner Faymann fallen gelassen und setzte jetzt auf “die Prölls” war zu lesen, und eine Diskussion darüber wieso das so wichtig, folgte. Nun hat sich der angesprochene Erwin Pröll zu Wort gemeldet, und gemeint, die ÖVP solle jedenfalls einen Kandidat für die Bundespräsidentschaftswahlen 2010 aufstellen. Und wen könnte er damit wohl gemeint haben? Die steirische ÖVP jedenfalls schlug gleich Pröll als Kandidaten vor, den der steirische VP-Chef Schützenhöfer kennt “keine Persönlichkeit in der Republik, die mit einer solchen Reputation ausgestattet ist, wie Erwin Pröll.”. Traurig, wenn man so wenig Leute kennt.
Die FPÖ will ebenfalls einen Kandidaten aufstellen, Grüne (Van der Bellen) und BZÖ (Claudia Haider) überlegen noch. Was Richard Lugner macht, ist nicht bekannt. Erwin Pröll herrscht zwar in Niederösterreich absolut, hat allerdings in Restösterreich sicherlich geringere Bekanntheits- und vor allem Beliebtheitswerte als der mögliche Gegner Heinz Fischer, so dieser wieder kandidiert. Auch deshalb gibt es in der ÖVP wohl laut warnende Stimmen, nicht sehenden Auges in eine Niederlage zu rennen, die nur Geld kosten würde. Aber auch wenn Heinz Fischer nicht mehr kandidierten sollte (eine Entscheidung hat er für Herbst angekündigt) und Erwin Pröll zB gegen Barbara Prammer (wäre dann in meinen Augen die beste Kandidatin) ins Rennen ginge, wäre ein knappes Rennen (bzw. gute Chancen für Pröll) alles andere als sicher. Denn in bundesweiten Medien kann Pröll nicht die Lobhuddelei und kritiklose Berichterstattung der NÖ Medien erwarten, gerade auch da das entsprechende Landesstudio um ORF einen eher unguten Stand haben dürfte. Das heißt nicht, das mit einer Medienkampagne gegen Pröll zu rechnen sei. Allerdings damit, das er angefasst werden würde, wie jeder andere auch. Und wie er darauf reagieren würde, und was dann letztlich von seiner Reputation übrig bliebe, sind Fragen, auf die die für die ÖVP gefährlichen Antworten durchaus wahrscheinlich scheinen.
Das Ostgesindel, ohne Frage, ist unsrer Städte große Plage. Ob sie nun Bettler, Räuber, Diebe, ob frech im “Augustin”-Vertriebe – es stellen gegen sie sich blind Politiker, die ratlos sind und volksverachtend, kaum verhehlt. Kein Wunder, wenn man Strache wählt.
Diesen inhaltlich falschen (s.u.) rassistischen
Furz
Reim ließ Wolf Martin in der heutigen “Krone” “in den Wind” los. Die Paranoia vor dem Slawen ist ja nicht neue (und wird in einem österreichischen Bundesland intensiv und alle Lebensbereiche durchdringend gelebt), aber das ist auch schon alles. Egal wie sehr die “Krone” herbeischreiben will, dass Hans Dichand mit seinen Voraussagen (mehr Kriminalität durch die Öffnung der Grenzen nach Osten, gemäß des Schengener Abkommens) recht hatte, es wird dadurch nicht besser. In Österreich und Deutschland war dasselbe Phänomen zu beobachten – die Kriminalität ist leicht gesunken (vielleicht überwachen die “neuen” Mitgliedsländer die Außengrenzen ja besser als Österreich und Deutschland dies konnten?).