Am 16. Juni kommt es nun tatsächlich zu dem für mich völlig unverständlichen Ärztestreik. Entgegen früherer Planung, wird er allerdings nicht drei Tage dauern, sondern nur einen. Die Möglichkeit weiterer Streiks wurde ebenfalls beschlossen, berichtet orf.at. Bis jetzt hat die Ärztekammer ihre Empörung in meinen Augen nicht sinnvoll begründen können. Außer so:
Angesprochen auf Punkte, die keinesfalls mehr in der Gesundheitsreform enthalten sein dürften, nannte Dorner die Fünfjahresbefristung bei den Verträgen. “Das muss draußen sein.” Die niedergelassenen Ärzte dürften nicht in den Ruin geführt werden.
Das wäre ja wirklich schlimm, Ärzte an die Realität heranzuführen. Wenn der Arzt normal arbeitet, dann passiert ihm auch nichts. Ich kenne ausgesprochen gute Ärzte, die gar keinen Kassenvertrag haben, und trotzdem über die Runden kommen (und das in einer schönen großen und gut eingerichteten Ordination in guter Lage). Von mir aus kann die Regierung (sie soll sogar) das ganze Paket nochmal aufschnüren, schon allein um die Spitäler zu erfassen, und mit den Ärzten verhandeln. Aber wenn etwas Leistungsdruck und der Hinweis darauf, dass die Sozialversicherungen Geld nicht beliebig drucken können das Problem ist, dann hört mein Verständnis sofort auf.
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